FCP-Herren mit historischem Hallendouble: Futsal-Bezirksmeister und Niederbayerischer Hallenmeister

Nur zwei Wochen nach dem Gewinn der niederbayerischen Futsal-Liga und der damit verbundenen Qualifikation für die Niederbayerische gelang dem aus 1. Mannschaft, 2. Mannschaft und A-Jugend zusammengestellten Herrenteam am Sonntag in Zwiesel die Krönung der Hallensaison: Zum ersten Mal – zumindest in der jüngeren Vergangenheit - konnte sich der 1. FC Passau den Titel bei der Niederbayerischen Hallenmeisterschaft sichern.

Dabei galten die Passauer im Vorfeld aufgrund des Erfolges beim Futsal zwar als Mitfavorit, ganz oben auf der Liste der heißen Titelanwärter standen aber vor allem die Mannschaften, die bereits bei ihren jeweiligen Kreismeisterschaften für mächtig Furore gesorgt hatten: Der ASCK Simbach/Inn, Türk Gücü Straubing oder der TSV Langquaid. Und die Prognosen trafen voll und ganz zu, die Gruppe A wurde von den bärenstarken Hallenteams aus Simbach und Straubing dominiert, während in der Gruppe B zu Beginn in erster Linie Langquaid die Akzente setzte.

Der Landesliga-Absteiger gewann sein Auftaktspiel und traf dann auf den FCP. Es entwickelte sich ein von der Taktik geprägtes Duell, in dem Langquaid spät in Führung ging, doch nach einer Auszeit der Passauer in der Schlussminute gelang Paul van Odijk wenige Sekunden vor dem Ende der insgesamt verdiente Ausgleich. Leichter sollte es für die FCler in der Folge nicht werden, denn mit dem SV Bernried lauerte im zweiten Turnierspiel ebenfalls ein starkes Team, das sich zudem über gewaltige Fanunterstützung freuen konnte. Es entwickelte sich das wahrscheinlich beste Spiel des gesamten Turniers. Der FCP legte los wie die Feuerwehr, kombinierte herrlich und ging durch Tore von Sebastian List und Tobias Bracht mit 2:0 in Führung. Danach ging in der Defensive jedoch die Ordnung etwas verloren und Bernried schlug – angetrieben vom fanatischen Anhang – eiskalt zurück, innerhalb von kürzester Zeit war die Partie auf 2:4 gedreht. Wie im ersten Spiel zeigten sich die FCler kämpferisch von ihrer besten Seite und schlugen zurück, Walter Mörtlbauer und Sebastian List trafen und am Ende von 12 fantastischen Minuten Hallenfußball endete die Partie 4:4. Nach zwei Unentschieden zum Auftakt stand man nun dennoch unter Druck, die letzten beiden Vorrundenspiele mussten aus Passauer Sicht gewonnen werden, sollte noch Hoffnung auf den Einzug ins Halbfinale bestehen. Und diese schwere Aufgabe konnte schließlich bravourös gelöst werden: Zunächst wurde der FC Fürstenzell im Landkreis-Derby mit 2:0 (Tore: Mörtlbauer, Berzl) besiegt, ebenso wie der SV Neuschönau durch zwei List-Treffer. Während der FCP sich dadurch den 2. Platz in der Gruppe sichern konnte, setzte sich im Rennen um den Gruppensieg der TSV Langquaid gegen Bernried durch.

In den Halbfinals sollte es nun aber erst richtig heiß werden. Der bis dato äußerst souveräne ASCK Simbach/Inn forderte den 1. FC Passau zum Kreisduell und ging favorisiert in die Partie. Doch wieder agierten die Rot-Weißen clever und abgezockt, ließen defensiv wenig zu und vorne schloss Walter Mörtlbauer in Torjägermanier einen der wenigen Konter eiskalt zum 1:0 ab. Was dann aber in den letzten 30 Sekunden folgen sollte, hatten wohl sämtliche Beteiligte in dieser Form noch nicht erlebt. Simbach wechselte statt des Torhüters einen fünften Feldspieler ein und die Maßnahme hatte zunächst Erfolg, es konnte ein 6-Meter-Strafstoß erzwungen werden. FC-Keeper Pascal Keese parierte jedoch sensationell und warf den Ball anschließend ins leere gegnerische Tor, doch aus der Hand erzielte Tore zählen natürlich nicht. So blieb Simbach die Gelegenheit zu einem allerletzten langen Ball, den Keese wiederum vermeintlich sicher herunterpflückte, um ihn dann doch noch fallenzulassen, Simbachs Kevin Grobauer zieht ab, Schlussirene, Ball im Tor, Tor zählt! Alle Passauer Proteste halfen nichts, es ging ins 6-Meter-Schießen,  wo wiederum Pascal Keese zum Helden wurde. Während alle FC-Spieler (List, Mörtlbauer, Bracht, Berzl, Alex Wimmer) sicher verwandeln konnten, hielt der Passauer Keeper gegen Christoph Huber und brachte sein Team dadurch doch noch ins Finale.

Im nicht minder spannenden zweiten Halbfinale konnte sich schließlich Türk Gücü Straubing gegen den TSV Langquaid mit 2:1 durchsetzen und sich so unter großem Jubel des mitgereisten Fanlagers das zweite Finalticket sichern. Im Finale über zweimal 12 Minuten trafen somit auch zwei unterschiedliche Herangehensweisen des Hallenfußballs aufeinander. Die ruhige, taktisch clevere und in erster Linie um Ballkontrolle und Stabilität bemühte Spielweise des 1. FC Passau und die emotionsgeladene, dynamische sowie technisch ausgereifte Spielanlage der Straubinger, die mit Gabriel Petrea einen exzellenten Einzelkönner in ihren Reihen hatten. Dementsprechend spannend verlief das Endspiel dann auch, Straubing spielte von Beginn an munter drauf los, doch eine exzellente Passauer Abwehrarbeit und ein sensationell aufgelegter Pascal Keese im Tor verhinderten ein ums andere Mal den erfolgreichen Abschluss. Der Führungstreffer fiel schließlich auf der anderen Seite, zunächst scheiterte Thomas Berzl noch am Straubinger Torhüter, den Abpraller konnte Matthias Stockinger jedoch per Kopf über die Linie drücken. Nun wurden die Angriffe von Petrea und Co. noch energischer, doch „FCP-Wand“ hielt dicht. Als sich in der Schlussphase dann immer größere Konterchancen ergaben und Paul van Odijk sowie Tobias Bracht eiskalt auf 2:0 bzw. 3:0 erhöhten, war das Finale entschieden. Der Anschlusstreffer von Gabriel Petrea, der im Anschluss die Preise zum besten Spieler und Torschützenkönig erhielt, kam zu spät, der 1. FC Passau war Niederbayerischer Hallenmeister 2016.

Der Titelgewinn ist ein sensationeller Erfolg in der Vereinsgeschichte. In erster Linie ist er dem großen Zusammenhalt eines Teams zu verdanken, der trotz höchst unterschiedlicher Zusammensetzung in jeder Sekunde des Turniers zu spüren war. Sportlich zahlte sich die exzellente taktisch-technische Ausbildung der Spieler aus, die v.a. bei den „Jüngeren“, die allesamt bereits in der Jugend Niederbayerische Futsalmeister werden konnten und sich bei Bayerischen Meisterschaften mit den Profi-Nachwuchsteams messen durften, in der FCP-Jugend gelernt wurde. Dass diese Jungs nun auch im Herrenfußball angekommen sind und gegen gestandene Spieler auch körperlich dagegenhalten können, war in Zwiesel eindrucksvoll zu sehen. Letzten Endes konnte aber jeder Einzelne seinen wertvollen Beitrag zum Turniersieg leisten, der in einer kurzen „Einzelkritik“ gewürdigt werden sollte:

Pascal Keese: Unser Keeper zeigte gleich bei seiner Rückkehr ins FC-Tor wieder, warum er nicht zufällig an vielen großen Erfolgen der letzten Jahre (LL-Aufstieg, Kreisliga-Aufstieg der Zweiten, etc.) beteiligt war. Seine großartige Präsenz, tolle Paraden und Nervenstärke – v.a. im unglaublichen Halbfinale – trugen einen großen Teil zum Titelgewinn bei.

Dominik Berger: Gewohnt sicher und technisch versiert lieferte der Innenverteidiger unserer Zweiten eine nahezu fehlerfreie Leistung. So durfte der BVB-Anhänger nun endlich auch seinen ersten Titel im FCP-Trikot feiern.

Thomas Berzl: Der „Capitano“ unseres KK-Teams spielte seine Stärken in der Ballbehandlung, Ballsicherheit und Körperbeherrschung einmal mehr überragend aus und war als Stoßstürmer im Stile eines Gerd Müller kaum vom Ball zu trennen. Ein sicher verwandelter 6-Meter im Halbfinale sowie mehrere verteilte Beinschüsse im Endspiel rundeten die Klasse-Leistung ab.

Tobias Bracht: Als „spielender Organisator“ (Zitat TB) der absolute Anführer auf dem Platz. Defensiv kompromisslos und immer wieder mit gefährlichen Offensiv-Vorstößen. Übernahm Verantwortung beim verwandelten 6-Meter im Halbfinale und fixierte mit dem 3:0 im Endspiel endgültig den Turniersieg.

Sebastian List: Der Goalgetter unserer Ersten wurde seiner Rolle einmal mehr voll gerecht. Nicht nur bei seinen 4 Turniertreffern (zweitbester Torschütze des Turniers), sondern auch in etlichen weiteren Offensivaktionen ließ „Listi“ seine ganze Klasse aufblitzen. Darüber hinaus immer wieder mit viel Arbeit nach hinten und als Spezialist bei Standards (10-Meter, 6-Meter) eiskalt.

Walter Mörtlbauer:  Der Youngster zeigte einmal mehr, warum er zurecht den Ruf eines Torjägers genießt. Blieb in wichtigen Situationen (u.a. Führungstreffer im Halbfinale, 6-Meter-Schießen) eiskalt und zeigte seine Qualitäten im Torabschluss. War nur sehr schwer vom Ball zu trennen und immer wieder an gefährlichen Torgelegenheiten beteiligt.

Paul van Odijk: Der Offensivspieler unserer Zweiten erzielte eiskalt zwei herausragend wichtige Tore: Den Ausgleich im Auftaktspiel gegen Langquaid und das vorentscheidende 2:0 im Endspiel. Doch nicht nur aufgrund dieser beiden Treffer, sondern auch dank einer fehlerfreien, mannschaftsdienlichen Leistung ein ganz starker Auftritt.

Matthias Stockinger: Der 19-jährige ist momentan vielleicht der „kompletteste Hallenspieler“ im gesamten Herrenbereich. Egal wo er aufgestellt wurde, überzeugte „Stocki“ mit einer super Leistung. Defensiv wie offensiv stets an wichtigen Situationen beteiligt, konnte er sich obendrein mit dem 1:0 im Finale belohnen.

Alexander Wimmer: Wie so oft eine absolute „Defensivmaschine“, die in den Finalspielen die besten gegnerischen Spieler förmlich abfieselte. Kaum ein Zweikampf ging verloren und bei Ballgewinn stets mit energischen Offensivvorstößen. Verwandelte im Halbfinale den entscheidenden 6-Meter und rundete dadurch eine bärenstarke Leistung ab.

Toni Zitzelsberger: Eine fantastische Leistung lieferte auch der zweite noch für die A-Jugend spielberechtigte Youngster ab. Defensiv nahezu fehlerfrei brachte Toni viel Schwung in die Offensive, suchte immer wieder 1:1-Situationen und war an vielen schönen Kombinationen beteiligt. Zu keinem Zeitpunkt war auch nur ein Hauch von fehlender Erfahrung im Herrenbereich zu spüren.

Nicht zu vergessen sind aber auch alle anderen Spieler, die durch ihre starken Leistungen in der Futsal-Bezirksliga den Einzug ins Niederbayernfinale erst ermöglicht haben und dadurch natürlich ebenso erwähnt werden müssen:

Ferdinand Graf, Klaus Greiner, Maximilian Moser, Julius Pausch, Johannes Rieger, Stefan Ueberschaar, Christoph Wimmer

Durch den großartigen Erfolg hat sich der 1. FC Passau für die Bayerische Meisterschaft kommenden Samstag in Hallbergmoos qualifiziert und vertritt dort den gesamten Fußballbezirk Niederbayern. Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele FCler mit nach Hallbergmoos fahren würden, um unser Team dort tatkräftig zu unterstützen und das Turnier zu dem zu machen, was es auch ist: Ein einmaliges Erlebnis für jeden Fußballer. Aller Voraussicht nach werden wir auch einen großen Bus einsetzen, Informationen dazu folgen in Kürze. 

Siegerfoto Niederbayerische Hallenmeisterschaft

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